Am Mittwoch, dem 19. November 2025, fand der offizielle Spatenstich mit symbolischer Scheckübergabe am neuen Mehrgenerationenpark in Bliesmengen-Bolchen statt. Der Termin brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Vereinen zusammen und markierte einen wichtigen Meilenstein für ein Projekt, das die Lebensqualität im Ort nachhaltig prägen soll.
Ortsvorsteher Timm Braun begrüßte unter anderem den saarländischen Innenminister Reinhold Jost, die Mandelbachtaler Bürgermeisterin Maria Vermeulen, den saarländischen Landtagsabgeordneten Maximilian Raber, Referatsleiter Michael Burr vom saarländischen Umweltministerium sowie Torsten Czech, Leiter der Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung und Mobilität beim Saarpfalz-Kreis. Minister Jost lobte die enge Zusammenarbeit im Ort und betonte, wie wichtig Projekte seien, die soziale Teilhabe und Bewegung für alle Generationen ermöglichen. Auch Bürgermeisterin Vermeulen hob die sorgfältige Planung und den hohen Nutzen für die Gemeinde hervor.
Die Idee des Mehrgenerationenparks nahm im Jahr 2021 konkrete Formen an. Damals bildete sich eine vielfältig besetzte Arbeitsgruppe des Dorfvereins Bliesmengen-Bolchen, die unter der Leitung von Kai Azizi und Mike Vogelgesang gemeinsam mit Ortsvorsteher Timm Braun begann, Ideen zu sammeln, zu strukturieren und weiterzuentwickeln. Bestandteil dieser Überlegungen war auch ein Multifunktionsfeld, mit dem sich bereits 2017 eine Arbeitsgruppe um Alexander Hein beschäftigt hatte. Durch zahlreiche Gespräche, Abstimmungen und die enge Einbindung der örtlichen Vereine entstand Schritt für Schritt ein umfassendes Konzept für einen modernen Mehrgenerationenpark, in dem Bewegung, Begegnung und Erholung zusammenspielen sollen. Die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung sowie die fachlich überzeugende Planung sorgten dafür, dass Bürgermeisterin Maria Vermeulen, die Gemeindeverwaltung, der Gemeinderat sowie der Ortsrat dem Vorhaben ihre Unterstützung zusagten. Eine wichtige Voraussetzung war zudem die Bereitschaft der Familie Schramm, durch einen Grundstückstausch die benötigte Gesamtfläche zur Verfügung zu stellen.
Finanziell wird das Projekt im Rahmen der sogenannten „Cappuccino-Förderung“ des Saarlandes umgesetzt. Die Gesamtkosten betragen 438.941,79 Euro. Davon stammen 142.548 Euro vom Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, weitere 250.000 Euro steuert das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz bei. Der Eigenanteil der Gemeinde Mandelbachtal liegt bei 46.393,79 Euro. Elemente, die nicht Bestandteil der Fördermaßnahme sind – darunter zusätzliche Sportgeräte, eine Seilbahn sowie ein Grillplatz – werden durch Spenden an den Dorfverein und den Ortsrat finanziert. Für eine spezielle Inklusionsschaukel sammelte die Bürgerin Jasmin Weber im Rahmen eines 24-Stunden-Schwimmens Spenden in Höhe von 3.000 Euro. Zudem beteiligten sich der Saarpfalz-Kreis (3.000 Euro), der Verein der Köche im Saarland (1.000 Euro) mit dem Vorsitzenden Kurt Haas, der beim Spatenstich ebenfalls vor Ort war, sowie der Ortsrat, der die anfallenden Restkosten trägt, an der Inklusionsschaukel.
Die Firma Kempf Außenanlagen, die mit der Umsetzung des Projekts beauftragt ist, nutzte die Gelegenheit, sich ebenfalls vorzustellen und übernahm spontan die Kosten für Speisen und Getränke beim anschließenden Beisammensein. Dieses fand im direkt benachbarten Vereinsheim des Natur- und Vogelschutzvereins Bliesmengen-Bolchen statt, der gemeinsam mit dem Jugendclub Bliesmengen-Bolchen die Bewirtung übernahm. Jörg Künzer vom Restaurant Gräfinthaler Hof steuerte hierzu eine wärmende Kürbissuppe bei.
Zum Abschluss richtete der Ortsvorsteher einen ausdrücklichen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an die Mitglieder der Arbeitsgruppe und die Bauverwaltung, die das Projekt über Jahre hinweg mit großem Einsatz entwickelt haben. Wenn die Arbeiten planmäßig verlaufen, soll der Mehrgenerationenpark im kommenden Sommer mit einem großen Fest eröffnet werden. Innenminister Jost kündigte sein Kommen bereits an.
Die Idee des Mehrgenerationenparks
Der entstehende Mehrgenerationenpark liegt am Fuße des Allenbergs, in direkter Nachbarschaft zum Festplatz, zur Bliestalhalle und zu mehreren Ortsvereinen. Schon heute gehört dieses Areal zu den belebtesten Bereichen des Ortes und wird von vielen verschiedenen Altersgruppen genutzt. Der Park soll diese Begegnungszone stärken und weiterentwickeln.
Die Grundidee ist klar: Bewegung, Spiel und gemeinsame Aktivität an der frischen Luft halten Jung und Alt gesund – und wenn mehrere Generationen sich diesen Raum teilen, wächst das Miteinander ganz automatisch. Das Konzept des Parks sieht deshalb Angebote für alle Altersgruppen vor. Neben klassischen Spielgeräten für Kinder und Jugendliche entstehen auch Geräte, die speziell auf die Bedürfnisse älterer und beeinträchtigter Menschen zugeschnitten sind, um die Motorik, Koordination und Beweglichkeit zu fördern. Auch eine Kletterwand, Calisthenics-Geräte, eine Boulebahn sowie eine Tischtennisplatte gehören zur Planung und erweitern das Angebot nochmals deutlich.
Das optische Herzstück des Parks bildet ein Multifunktionsfeld, das für zahlreiche Sportarten genutzt werden kann – von Basketball über Volleyball, Badminton und Fußball bis hin zu Handball. Trotz dieser umfangreichen Ausstattung bleibt der naturnahe Charakter des Geländes erhalten: Versiegelt wird lediglich das Multifunktionsfeld, während die übrigen Flächen bewusst offen, grün und von Obstbäumen geprägt bleiben, sodass der Park sich harmonisch in die schützenswerte Natur des Biosphärenreservats Bliesgau einfügt.
Text und Fotos: AK Öffentlichkeitsarbeit




