Jede Menge Heimat

Herzlich willkommen in Menge-Bolche!

Bliesmengen-Bolchen, von Einheimischen auch Menge-Bolche genannt, ist ein jung gebliebenes Dorf auf altem Boden mit rund 1.700 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand: Juni 2026). Die erste urkundliche Erwähnung fand im Jahr 1180 statt. Das Dorf liegt wunderschön eingebettet in der hügeligen Landschaft des Biosphärenreservats Bliesgau und ist ein Ortsteil der 1974 gegründeten Gemeinde Mandelbachtal im südlichen Saarpfalz-Kreis.

Die namensgebende Blies bildet die Landesgrenze nach Frankreich. Seit 1990 verbindet die Fährmannsbrücke den Ort mit der französischen Nachbargemeinde Blies-Guersviller. Auf deutscher Seite grenzt Bliesmengen-Bolchen an die Gemeinde Kleinblittersdorf – hier verlief einst die Grenze zwischen dem Königreich Bayern und dem Königreich Preußen.

Gelebtes Miteinander und ehrenamtliches Engagement zeichnen Bliesmengen-Bolchen seit jeher aus. Getreu dem Dorfmotto „Wo Jung unn Alt sesammehalt“ prägen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in rund 30 Vereinen, Arbeitsgruppen und Interessengemeinschaften das gesellschaftliche Leben und die Entwicklung des Ortes.

Bliesmengen-Bolchen hat bereits mehrfach erfolgreich am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen. Sowohl beim 5. Bundeswettbewerb im Jahr 1969, damals noch unter dem Namen „Unser Dorf soll schöner werden“, als auch beim 27. Bundeswettbewerb im Jahr 2023 wurde der Ort mit Gold ausgezeichnet.



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Jede Menge Geschichte

Do bin ich dehemm

Wo de Alleberg schaut tief ins griene Tal,

wo die Großbach kummt vom alde Gräwedahl,

wo die Blies e Boo macht um die Schweyer Sitt,

do isch meine Heimat, ja do steht min Hütt.

Wo die duftsche Mischde vor de Diere stehn,

und gesunde Lifte von de Ställe wehn,

wu die Spatze krische von de Keschdebääm,

do isch meine Heimat, do bin ich dehemm.

Wo am Sunnda in de Kirsch kenn Plätz meh isch,

un die Wirtsliet hon ken Brot for uff de Disch,

wu schun s'klennschte Biebsche sauft sin Bierglas aus,

do isch meine Heimat, do bin ich ze Haus.

Wo am Ortsingang die Goldmedaille grießt

und dem frimde Wonder mol, was scheen isch, wiest,

wu de Herrgott selwer so gäär wohne käm,

do isch meine Heimat, do bin ich dehemm!

Bernhard Raab, „Bliesmengen-Bolchen – unsere Heimat“, 1980

Ritter Bolch von Mengen

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Ritter Bolch von Mengen.

Ritter Bolch von Mengen
© Agathe und Ohm Wegener

Ich stamme von den Herren von Mengen ab, die hier im 12. Jahrhundert lebten. Aber geboren wurde ich erst 1980 – pünktlich zum 800-jährigen Jubiläum des Dorfes. Das war vielleicht ein Jahr: Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember wurde das ganze Jahr hindurch bei vielen Veranstaltungen gefeiert. Höhepunkt war das letzte Augustwochenende mit einem großen historischen Umzug und der Einweihung der Bliestalhalle.

Für dieses Jubiläum suchte das Dorf ein passendes Logo. Etwas Historisches sollte es sein. Und so entstand die Ritterfigur – wie gesagt, angelehnt an die Herren von Mengen. Aber Bolchen sollte schließlich auch berücksichtigt werden. Deshalb heiße ich eben: Ritter Bolch von Mengen.

Eine Waffe wollte man mir aber nicht in die Hand geben, denn die Menger und Bolcher sind durchaus friedliebend. Daher trage ich eine Sonnenblume in der einen Hand und in der anderen ein Schild mit dem Dorfwappen.