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Der Ortsvorsteher informiert – KW 27/2023

Gold für Menge-Bolche, Mandelbachtal und das Saarland!

Als mich am Freitag die Nachricht erreichte, dass unser kleines Dorf es geschafft und nach fast zwei Jahrzehnten die Goldmedaille beim Dorfwettbewerb ins Saarland geholt hatte, konnte ich es kaum fassen. Es ist sogleich das erste Mal, dass ein saarländisches Dorf zweimal mit Gold ausgezeichnet und auch den Dorfwettbewerb unter dem neuen Titel „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen hat.

Ich erinnere mich, wie ich uns am 6. Januar 2022 als Dorfgemeinschaft offiziell für den Kreiswettbewerb angemeldet habe. Wir hatten uns vorher im kleinen Kreis schon beraten und kamen zu dem Entschluss, dass wir es noch einmal probieren möchten. Im Geistes Hans Bernhards, aber mit neuen Ideen und Konzepten. Im ersten Schritt wurde dafür, nach dem „Treffen der Vereine“, das Planungskomitee gegründet. Namentlich sind dies: Christian Brach, Benedikt Gimbel, Manuel Fillgraff, Jan Flieger, Alexander Hein, Beate Loschky, Martin Nicolay, Dominic Piro, Niko Pawendenat, Alex Stephan, Wilken Schütz und ich.

Seit diesem Tag kümmerten sich alle mit Herzblut um die Sache und es vergingen etliche Sitzungen bis spät in die Nacht. Viele kreative Köpfe bringen viele Ideen, die diskutiert wurden. Auch ich musste lernen, dass zwar viel kreativer Freiraum gut ist, aber am Ende doch einer den Hut aufhaben muss. Dadurch, dass immer noch die Corona-Pandemie herrschte, waren Treffen übrigens auch nicht immer einfach. Es führte auch dazu, dass erstmals Kreis- und Landesentscheid in einem Jahr stattfanden. Nach dem Sieg beim Kreiswettbewerb konnten wir uns beim Land nochmals steigern und auch dort den Sieg erreichen. Dies war unser Ziel und der Bundeswettbewerb war nun die Zusatzaufgabe.

Nach regem Austausch mit dem Fachbereich „Ländliche Entwicklung“ des Umweltministeriums und der Kreisverwaltung konnte man nochmals einige Punkte feststellen, die es einzuarbeiten galt. Dabei wurde uns stets das große Potential unseres Dorfes aufgezeigt. Man merkte, dass nicht nur wir an das Unmögliche glaubten, sondern auch Kreis und Land voll hinter uns standen. Dies gab uns natürlich nochmals zusätzlichen Ansporn. Bis ins kleinste Detail wurden daher neue und alte Stationen durchgeplant. Auch die Vereine wurden nochmals motiviert und integriert. Jeder hatte seine Aufgaben und jeder half irgendwo mit, sodass man letztendlich perfekt vorbereitet in den Wettbewerb starten konnte. Von der Kita und Theo-Carlen-Schule über die jugendstarken und traditionellen Vereine bis zum DRK mit Pensionärsverein. Es war einfach unglaublich, es waren einfach alle da. Besonders erwähnen muss ich hier die Feuerwehr, die im Vorfeld viele Reinigungsarbeiten übernahm. Dank aber auch an die einzelnen Bürgerinnen und Bürger, die zu den Arbeitseinsetzen kamen und die Gewerbetreibenden, die uns unterstützt haben, sowie dem Bauhof der Gemeinde mit Hausmeistern für ihren außergewöhnlichen Einsatz.

Bitte sei an dieser Stelle niemand eingeschnappt, weil er nicht genannt wurde, ihr wart alle klasse und habt alle euren Teil beigetragen. Mehr geht nicht und es wird noch ein Dank an jeden Einzelnen erfolgen.

Auch das mediale Interesse wurde immer größer. Ich kann nicht abschätzen, wie es bei den Wettbewerben davor war, aber mir kam es schon außergewöhnlich viel vor. Dazu zeigte auch die höhere Politik großes Interesse, ob es ein Grußwort des Bundestagsabgeordneten Markus Uhl im Vorfeld war, der Besuch des Landtagsabgeordneten Theobald und Staatssekretär Sebastian Thul beim Wettbewerb oder der Besuch des Innenministers Jost bei den Feierlichkeiten, alle fieberten mit unserem Ort mit. Es unterstützte natürlich auch die Bürgermeisterin Maria Vermeulen mit ihrer Anwesenheit. Was mich auch sehr gefreut hat war, dass uns der Bebelsheimer Ortsvorsteher, Bertram Nagel, stets mit einer Delegation besuchte. Außergewöhnlich war auch die Unterstützung unserer französischen Nachbarn um Maire Roland Roth und der Bliesransbacher um Ortsvorsteher Stephan Weimerich sowie Bliesgau Ranger Michael Kessler.

Ich könnte noch so viel erzählen und es kämen doch einige zu kurz. Mein Dank gilt allen, dem gesamten Dorf und auch der Gemeindeverwaltung. Zusammen haben wir etwas Historisches erreicht, das uns niemand mehr nehmen kann und für ewig bleibt. Daher sachließe ich mit dem Text aus dem Hit „Auf uns“ von Andreas Bourani, den auch schon die Saarbrücker Zeitung als Einleitung nutze:

„Wer friert uns diesen Moment ein. Besser kann es nicht sein. Denkt an die Tage die hinter uns liegen. Wie lang‘ wir Freude und Tränen schon teilen; Hier geht jeder für jeden durchs Feuer.“

 

Euer goldiger, freudiger Ortsvorsteher, Timm Braun

Foto: Dorfverein Bliesmengen-Bolchen e. V., AK Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Dorfverein Bliesmengen-Bolchen e. V., AK Öffentlichkeitsarbeit