Kriegerdenkmal

Im Jahre 1919 beschlossen einige Bewohner von Bliesmengen-Bolchen, den gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges ein Ehrenmal zu errichten. Mit dem Erlös einer Theaterveranstaltung des Männergesangsvereins „Harmonie“ und einer großzügigen Spende des Bliesbolchener Radfahrvereins „Schwalbe“ wurde der Bau des Kriegerdenkmals verwirklicht. Das Denkmal bestand ursprünglich nur aus einer Mittelsäule und wurde im Juli 1922 von dem Bildhauer Lehman Dahl aus Homburg entworfen und errichtet. Das ursprüngliche Denkmal besteht aus Sandstein.

Im 2. Weltkrieg verlor der Ort wiederum viele Bewohner und das Denkmal wurde mit zwei Seitenteilen erweitert. Die Erweiterung erfolgte aus Materialnot und aus Kostengründen aus Beton. Der ursprüngliche Standort des Gefallenendenkmals war in der heutigen Bliestalstraße, gegenüber der Einmündung zum Pfarrgarten. Eingefasst mit einer Ligusterhecke und verschönert mit Ziersträuchern war die Stätte ein Blickfang.

Im Jahre 1954 wurde das Ehrenmal auf die gegenüberliegende Straßenseite versetzt. Im Laufe der Jahre erwies sich der Standort als ungünstig. Durch den zugenommenen Straßenverkehr wurde vor allem an den Gedenktagen und Feierlichten der Platz am Ehrenmal problematisch.

Nach dem Schulzentrumneubau im Jahre 1958 wurde beschlossen, das Ehrenmal an den heutigen Standort zu versetzen. Seit dem 4. September 1959 steht das Mahnmal an dieser Stelle. Im Jahre 2015 ist eine aufwendige Sanierung notwendig geworden.

Eine weitere Gedenktafel, die an die verstorbenen und vermissten Gemeindemitglieder im Ersten Weltkrieg erinnert, befindet sich in der ehemaligen Pfarrkirche St. Petrus in Ketten (heute Einsegnungshalle). Sie wurde in den 1930iger Jahren von Steinhauer Johann-Lauer geschaffen.

Auf dem Ortsfriedhof erinnert eine steinerne Gedenktafel an die vier in der Heimat verstorbenen Kriegsopfer.

Text: Verein für Dorfgeschichte Bliesmengen-Bolchen e. V.
Fotos: Karsten Sommer, Verein für Dorfgeschichte Bliesmengen-Bolchen e. V.