Kleiner Burggarten

Unweit der Stelle, an der vor vielen Jahren eine Wasserburg stand, erinnert der Kleine Burggarten an die Zeit der Herren von Mengen, die hier vom 12. Jahrhundert bis Ende des 15. Jahrhunderts residierten.  Ab dem 17. Jahrhundert war die Burg im Besitz der Familie von der Leyen, sie verfiel einige Jahre später aber völlig. Heute finden sich nur noch geringe Spuren auf dem Privatanwesen, die Wassergräben wurden nach dem Zweiten Weltkrieg verschüttet. Auch der „Ritter Bolch von Mengen“, der einem an verschiedenen Stellen im Ort begegnet, spielt auf die mittelalterliche Epoche der Dorfgeschichte an.

Der Kleine Burggarten bildet den Kern des „Mittleren Mengens“ und birgt eine entsprechend bewegte Historie. Vor dem Zweiten Weltkrieg war der Platz bebaut, während des Kriegs wurden die Wohnhäuser von der Organisation Todt abgerissen. Erwähnenswert ist der Besuch von Graf Lennart Bernadotte, der hier am 19. Juli 1970 einen Urweltmammutbaum pflanzte – ein Jahr nach dem Gewinn der Goldmedaille beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, den Bernadotte als Präsident der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft ins Leben rief. Nach der 800-Jahr-Feier im Jahre 1980 wurden ein neuer Brunnen und ein Denkmal angeschafft. Der Natur- und Vogelschutzverein Bliesmengen-Bolchen e. V. errichtete im Jahr 2017 ein großes Schwalbenhaus in der Grünanlage, die noch bis 2022 offiziell namenlos war.


Text: Dorfverein Bliesmengen-Bolchen e. V.
Fotos: Dorfverein Bliesmengen-Bolchen e. V. (1), Verein für Dorfgeschichte Bliesmengen-Bolchen e. V. (2, 3, 4), Nachlass Hans Bernhard Faas (5)


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