Wetterstein

Patrick Lauer (Jahrgang 1973), ein Menger Urgestein, interessiert sich seit frühester Kindheit für das Wetter und seine „Kapriolen“. Schon als kleiner Bub war er fasziniert von Wind, Gewitter und dem Himmel.

Patrick wollte mehr darüber wissen und bekam im Alter von acht Jahren von seinen Eltern eine Miniwetterstation geschenkt. Von da an gab es kein Halten mehr. Täglich wurde sich mit den Themen Hoch- und Tiefdruckgebiete, Windrichtungen und Windstärken befasst, was bis zum heutigen Tage nicht aufhörte und spannend für ihn geblieben ist.

Mit den Jahren und dem technischen Fortschritt wurden auch die Messgeräte größer und die Aufzeichnungen genauer. Nachdem im Jahre 2010 von SR 3, der Saarlandwelle des Saarländischen Rundfunks, das Projekt „Wetterfrösche“ ins Leben gerufen wurde, war Patrick Lauer einer der ersten, der aktiv dabei war und seither ehrenamtlich als Wetterfrosch für das Mandelbachtal und unsere Umgebung zuständig ist.

Die Wetterdaten können auf der Internetseite www.bliesgau-wetter.de abgerufen werden. 

Im Jahre 2013 entschloss sich der Wetterexperte Patrick, auf einem Grundstück „Obig den Dreiäckern“ einen Wetterstein aufzustellen, der unser Wetter in lustiger Weise darstellt. 

Am 25. September 2013 war es soweit: Markus Sommer, der Vorsitzende des Vereins für Dorfgeschichte, half dem Wetterfrosch Patrick mit seinem Traktor, den schweren Sandstein an Ort und Stelle zu bringen und dort auch zu platzieren.

Der Unterbau ist ein alter Sandstein, den die hiesige Firma Peter Ambos Garten- und Landschaftsbau zur Verfügung stellte. An diesem Sandstein wurde eine Metalltafel befestigt, die auf amüsante Art den vorbeikommenden Spaziergängern das manchmal wankelmütige Wetter erklärt. Ganz bestimmt zaubert auch bei Regen „unser Wetterstein“ den Lesern ein Lächeln ins Gesicht. Das ist auch Patricks Einstellung, das Wetter, egal wie es sich verhält, mit Gelassenheit und Akzeptanz zu nehmen. Denn eines ist sicher: am Wetter können wir nichts ändern, man muss es nehmen, wie es ist, und wenn es mal nicht passt, sollte man das Beste daraus machen.

Text: Verein für Dorfgeschichte Bliesmengen-Bolchen e. V.
Foto: Dominic Piro